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Schönfeld

Ortsteil Schönfeld

Der Ortsteil Schönfeld zählt 655 Einwohner. Schönfeld liegt auf einer Höhe von 309 üNN und weist eine Gemarkungsgröße von 1.318 ha auf. Schönfeld wird 1234 als "Sconfeld" (schönes Feld) erstmals urkundlich erwähnt. Nach dem Aussterben des ortseigenen Adelsgeschlechts wurden die Herren von Wertheim als Lehensträger dessen Nachfolger. Danach erhielt Kurmainz Besitz- und Hoheitsrechte.

Blick auf den Ortsteil Schönfeld
Der Ortsteil Schönfeld

Schönfeld gehörte bis 1803 zum weltlichen Gebiet des Erzstifts Mainz und unterstand dem Oberamt Bischofsheim an der Tauber und der Cent Grünsfeld. Von 1782 bis 1805 war die Gemeinde der Amtsvogtei Königshofen zugeteilt. Die Amtszugehörigkeit zu Bischofsheim blieb unter dem Fürstentum Leinigen (1803 bis 1806) und dem Großherzogtum Baden unverändert bestehen. So zählt Schönfeld zu den ältesten Amtsorten des Main-Tauber-Kreises. Zum 01. Januar 1925 wurde die unbewohnte abgesonderte Gemarkung Rohrensee mit der Gemeinde Schönfeld vereinigt.

Besiegelung der Gemeinde

Die Gemeinde besaß schon im 16. Jahrhundert ein eigenes Gericht, das am 14. Januar 1566 den Hans Seubert genannt Pfeiffer verurteilte, von einem Haus der Pfründe zu Grünsfeld Zins zu entrichten. Die Siegelung der von der Gemeinde ausgestellten Urkunden behielt sich das Oberamt Bischofsheim vor. So besiegelte der Oberamtmann zu Bischofsheim einen am 17. Januar 1698 von Schultheiß, Bürgermeister und Gericht zu Schönfeld ausgestellten Geburtsbrief in Ermangelung aygnen Insigels der Gemeinde. Dagegen findet sich an einem für Johannes Wirsching am 16. November 1750 ausgestellten Geburtsbrief das gewöhnliche Ortsgerichtssiegel. Dieses Siegel zeigt ein linkshin schreitendes Pferd und eine Blume. Die Umschrift lautet I.G SCHONFELT (= Insiegel Schönfeld). Es findet sich auf dem am 14. August 1811 ausgestellten Vollmachts-Formular zur Gemeinds-Huldigung und wurde noch bis um die Jahrhundertmitte verwendet.

Wappen

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erscheint in den Farbstempeln der Gemeinde das Pferd in der heutigen Darstellung. Auf Vorschlag des Generallandesarchivs hat der Gemeinderat im Januar 1902 die Wappenfarben festgelegt.

Pfarrkirche

Die Pfarrei wird bereits in den Statuten des Kapitels Taubergau vom Jahre 1344 aufgeführt. Im Anfang des Dreißigjährigen Krieges wurden Kirche und Pfarrbau zerstört. In den Jahren 1971 bis 1974 wurde ein vielseitig nutzbares Gotteshaus errichtet. Die Wände und Fundamente der Kirche bestehen aus Beton und bossiertem Muschelkalk-Quadern. Der Kirchturm stammt noch aus den Jahren 1827/28.

Das 1376 erbaute Schlösschen, das aus zwei Gebäuden besteht, wechselte oft den Besitzer. U.a. werden als solche ein Seldeneck (1520), Kaspar Lerch von Dürmstein (1620) und Daniel von Rieneck (1641).