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Gemeinde Grossrinderfeld

Felduntersuchung: TransnetBW und Uni Hohenheim

Artikel vom 07.04.2021

Felduntersuchung

TransnetBW und Universität Hohenheim starten Anfang April mit der Einrichtung der Untersuchungsfläche in Großrinderfeld

Der Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW und die Universität Hohenheim untersuchen den Einfluss von Höchstspannungs-Gleichstrom-Erdkabeln auf Böden und landwirtschaftliche Kulturpflanzen am Beispiel des Energiewendevorhabens SuedLink. Seit Frühjahr 2021 werden nacheinander an vier Standorten in Süddeutschland in der Nähe des geplanten SuedLink Leitungsverlaufs Versuchsfelder eingerichtet. Den Anfang machte die Einrichtung der Untersuchungsfläche in Bad Friedrichshall (Landkreis Heilbronn) ab Mitte Februar. Als zweites folgt nun die Einrichtung in Großrinderfeld. Daran schließen sich die Standorte Boxberg (ebenfalls Main-Tauber-Kreis) und Güntersleben (Landkreis Würzburg) an.
Die Untersuchungsflächen an allen vier Standorten entsprechen mit jeweils 0,6 Hektar in etwa der Größe eines Fußballfeldes. Innerhalb der Untersuchungsfläche werden drei Kabelgräben eingerichtet. In zwei dieser Gräben simulieren die Wissenschaftler 525kV-Erdkabel, welche Wärme in den Untergrund abgeben. Im dritten Graben erfassen sie die Situation ohne Wärmezufuhr in einem Boden, der trotzdem ebenfalls aufgegraben und wiederverfüllt wird. Auch das Bettungsmaterial sowie die Rückverfestigung des Bodens beim Verfüllen der Gräben werden variiert. Über vier Jahre bleiben alle Untersuchungsflächen weiterhin unter praxisnaher landwirtschaftlicher Bewirtschaftung mit üblicher Fruchtfolge.
Im vergangenen Jahr wurde bereits ein Elektroanschluss hergestellt und der Baumgärtlesweg ertüchtigt. Es erfolgten erste Transporte und ein Bauzaun sowie ein Container zur Unterbringung der Anlagentechnik wurden aufgestellt. Zur Herstellung der Untersuchungsfläche sind ab Anfang April 2021 folgende weiteren baulichen und bauvorbereitenden Maßnahmen notwendig:

1. Voraussichtlich in KW 14 bis 15 (nach den Osterfeiertagen) folgen weitere Transporte zur Anlieferung des benötigten Materials (u.a. Sand und Baumaschinen). Diese erfolgen mit max. 40 t LKW der Firma Leonhard Weiss und weiteren Lieferanten.

2. Voraussichtlich ab 12. April 2021 beginnen die (Bagger-)Arbeiten zum Ausheben der Kabelgräben auf der Untersuchungsfläche.

TransnetBW wird die Felduntersuchung kontinuierlich und transparent kommunikativ begleiten und steht darüber hinaus telefonisch oder per Mail für Ihre Fragen sehr gerne zur Verfügung.
 

Ansprechpartnerin ist Julia Krieg
Bürgerreferentin Baden-Württemberg, SuedLink Kommunikation
TransnetBW GmbH
Pariser Platz
Osloer Straße 15-17
70173 Stuttgart
T +49 800 380 470-1
suedlink(@)transnetbw.de


Zur Felduntersuchung:
Aus den Ergebnissen der Felduntersuchung wollen die Kooperationspartner TransnetBW und Universität Hohenheim konkrete Schlussfolgerungen für die Weiterentwicklung einer bodenschonenden Bauweise ableiten. Mit den gewonnenen Erkenntnissen zum Bau und Betrieb erdverlegter Stromkabel erhofft sich TransnetBW eine breitere Akzeptanz für Erdkabelvorhaben wie SuedLink in der Öffentlichkeit sowie bei direkt betroffenen Grundstückseigentümern und Bewirtschaftern. Zusätzlich lassen sich mit den erstellten Modellen auch für andere Vorhaben die agrarökonomischen Auswirkungen errechnen. Somit bietet die Felduntersuchung einen breiten Nutzen für grundlegende Fragestellungen in Bezug auf die Erdverkabelung von Stromleitungen. Auch bereits im ersten Jahr ermittelte Ergebnisse dienen unmittelbar einer weiteren Optimierung bodenschonender Bauweisen.

Zu SuedLink:
SuedLink ist mit einer Länge von rund 700 Kilometern und einer Investitionssumme von etwa zehn Milliarden Euro das größte Infrastrukturprojekt der Energiewende. SuedLink soll als Gleichstrom-Erdkabelverbindung die windreichen Regionen Norddeutschlands mit Bayern und Baden-Württemberg verbinden. Die Verbindung wird von den beiden Übertragungsnetzbetreibern TransnetBW und TenneT realisiert.
Aktuell befindet sich SuedLink im Abschnitt E in Baden-Württemberg (zwischen Bundeslandgrenze Baden-Württemberg/Bayern und Netzverknüpfungspunkt Großgartach) im Planfeststellungsverfahren.
Aktuelle Informationen zu SuedLink finden Sie auch unter www.transnetbw.de/suedlink. Hinweise für die weitere Detailplanung können Sie auch direkt online unter: https://gis.ilf.com/K509/ übermitteln.

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