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"Maria Königin des Friedens" in Gerchsheim

Die als Oktogon gestaltete Kapelle, die den Gerchsheimer Stationsberg gleichsam krönt, ist in den Jahren 1925-27 von den Einwohnern des Dorfes unter großen Opfern errichtet worden zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges, und wurde am 11. September 1935 von Pfarrer Weigand "Maria, der Königin des Friedens" geweiht. Eine Madonna im Strahlenkranz, das Jesuskind auf dem Arm und in einer etwa 80 cm hohen Nische auf dem Altar stehend war der Mittelpunkt des Gotteshauses.

Umgestaltung nach dem Krieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1946 zusätzlich von dem Kunstmaler Anton Dasser ein etwa 3,5 m hohes Altarbild auf die Rückwand der Kapelle (hinter dem Altar) gemalt, welches Christus als Friedensfürst und Sieger über den Antichrist darstellte. Zur gleichen Zeit gestaltete Dasser auch die Seitenwände der Kapelle und bemalte sie mit vier Heiligenfiguren; es sind dies: der Hl. Georg und der Selige Bernhard von Baden sowie der Hl. Martinus und die Hl. Barbara. Während die seitlichen Heiligendarstellungen auch heute noch zu sehen sind, kam es im Zuge von Renovierungsarbeiten im Innen- sowie Außenbereich der Kapelle Anfang der neunziger Jahre zu einer Umgestaltung des Altarbildes; weit früher schon waren jedoch vom Altar die goldgewandete Holzplastik der Madonna mit Kind wie auch das über dem Eingang angebrachte geschnitzte Vesperbild von Kirchenräubern gestohlen worden.

Kriegergedächtniskapelle
Kriegergedächtniskapelle

Rückkehr zur ursprünglichen Gestaltung

1993 kehrte man bei der Gestaltung des Altarbereiches zur ursprünglich gewählten Patronin zurück: das neue vom Würzburger Kunstmaler Gastl auf Leinwand gestaltete große Altarbild zeigt eine Schutzmantelmadonna mit Kind, unter deren weit geöffnetem Mantel Alt und Jung, Soldaten wie auch Zivilpersonen, Zuflucht suchen und finden. Ihr Mantel wird zum Inbegriff der Geborgenheit, des mütterlichen Schutzes und der Bewahrung vor den Gefahren des Krieges aber auch allen anderen Gefahren. Das Kleid der Madonna ziert ein breiter Mittelstreifen mit Motiven aus der Lauretanischen Litanei ("Goldenes Haus", "Elfenbeinerner Turm", u.a.). Flankiert wird das Bild an beiden Seiten von rötlich leuchtenden Flügelwesen, die Seraphim oder Cherubim darstellen.

Am unteren Bildrand (also auch noch unter den Bereich des Schutzmantels fallend) scheint - ebenfalls in einem rötlichen Ton gehalten - das Dorf Gerchsheim auf, von dem insbesondere das Pfarrhaus sowie das Rathaus und die Kirche deutlich zu erkennen sind. An den Wänden links und rechts vom Kapelleneingang hängen drei Steintafeln, auf denen die Gefallenen und Vermissten der Gemeinde aus beiden Weltkriegen verewigt sind.

Ort der stillen Einkehr

Die Kapelle dient als Ort der stillen Einkehr und des Gebetes für die Vorbeikommenden, wird aber auch gerne für Andachten benutzt vor allem in den Marienmonaten Mai und Oktober sowie beim Gelöbnistag der Pfarrei, am 8. September, wenn die Gläubigen betend in einer Prozessionen von der Kirche zur Kapelle ziehen. In der Nacht wird die Kapelle von außen angestrahlt und ist auch von der A81 her deutlich zu sehen.